Checkliste: Abdichtungsarbeiten       

 

Was ist zu beachten?  

Was ist, wenn nicht?  

Erl.

 

Mangelhafte Abdichtungsarbeiten bei Kellerumfassungswänden gehören zu den häufigsten Baufehlern. Sprechen Sie die erforderlichen Maßnahmen mit dem Planer durch. Lassen Sie sich ggf. Regelskizzen anfertigen. Hier ist die DIN 18195, Teil 4 maßgebend.        (Siehe Regelschnitte.)
Erst nach Jahren können sich  Ausführungsmängel bemerkbar machen.                                                          Sehr oft ist dann der Gewährleistungs- anspruch verstrichen.            Nachträgliche Sanierungen sind sehr teuer.

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Vor Beginn der Arbeiten ist zu prüfen, ob:  

Was ist, wenn nicht?  

Erl.

 

alle Unebenheiten des Untergrunds durch Auftrag einer Dichtschlämme (Ausgleichsputz) egalisiert oder entfernt sind
Der Dichtanstrich kann von Unebenheiten leicht durchstoßen werden .                                        Untergrund glätten lassen.

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Bei der Ausführung ist zu beachten, dass:  

Was ist, wenn nicht?

Erl.

 

unter jeder aufgehenden Wand, auch innen, Bitumendichtungsbahnen eingebaut werden.

 

(siehe Regelschnitte)

 

Empfehlung: Grundsätzlich Fundamente und Betonbodenplatten  aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) herstellen lassen. Mehrkosten sind relativ minimal.        (ca. 6,- DM/m³). Unter der Betonbodenplatte eine kapillarbrechende Schicht, d = 15 cm, aus Kies, Splitt oder Lava anordnen.

 

Hohlkehle bei Fuge zwischen Betonboden- platte und aufgehende Außenwand ausbilden. Erhöhter Schutz gegen ein- dringendes Wasser. (ca. 8,- DM/lfdm)

Das dient der Verhinderung aufsteigender Feuchtigkeit; auf jedem Fall ausführen lassen. 

 

Bei Fehlen dieser Sperrschichten ist nur noch eine teure Sanierung durch eine Fachfirma möglich: ca. alle 30 cm werden Löcher ins Mauerwerk gebohrt, diese mit z.B.: Silikon verfüllt. Im Mauerwerk verteilt sich dieses Sperr- mittel u. bildet eine wasserundurch- lässige Schicht. 

 

Bei Beachtung der Empfehlung kann von unten keine Feuchtigkeit mehr eindringen               

 

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Nach Fertigstellung ist zu prüfen, ob:  

Was ist, wenn nicht?

Erl.

 

die Kellerumfassungswände mindestens mit einem zweimaligen Dichtanstrich versehen wurden
Die Herstellervorschrift ist i.d.R. maßgeblich für eine zuverlässige Ausführung; diese sollte man sich unbedingt besorgen und ggf. den Dichtanstrich nachbessern lassen.

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Lage der Abdichtungen nach DIN 18195

Waagerechte Abdichtungen in Wänden sollen den kapillaren Aufstieg des Wassers im Baustoff verhindern. Bei Kellerwänden sind wenigstens zwei horizontale Abdichtungen vorzusehen, wobei die obere Abdichtung nur bei den Außenwänden erforderlich ist. Liegt der Keller ganz im Erdreich, wird eine dritte Schicht erforderlich.

 

 

Liegt der Kellerfußboden nicht im Grundwasserbereich, sollte auf den gewachsenen Boden zunächst eine Schicht aus grobem Kies, Schotter oder Lava aufgebracht werden. Dadurch werden die Kapillaren des Bodens unterbrochen und Feuchtigkeit kann nicht weiter aufsteigen.

 

Bei Streifenfundamente

Bei Fundamentplatten

 

Alle vom Erdreich berührten Wandflächen müssen auch durch eine vertikale Abdichtung gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden. Die lotrechte Abdichtung muss unten bis zum Fundamentansatz und oben bis an die waagerechte Abdichtung etwa 30 cm über das Gelände reichen. Im Bereich des Sockels kann diese Abdichtung durch wasserabweisende Putze, Platten oder Spaltklinker ersetzt werden. Die Abdichtung ist vor dem Verfüllen durch eine Noppenfolie gegen eventuelle Beschädigungen zu schützen. Sinnvoll sind auch bituminöse Dränplatten, die gleichzeitig als Wärmedämmung funktionieren.

 

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Für horizontale Abdichtungen sind bituminöse Dach- und Dichtungsbahnen geeignet. Vor dem verlegen der Bahnen sind die Auflagerflächen, falls erforderlich, mit Mörtel auszugleichen, damit eine ebene, waagerechte Fläche entsteht und keine Unebenheiten die Bahnen durchstoßen können. Die Stöße der Bahnen müssen sich mindestens 20 cm überdecken.