Mit Regenwasser Wasser sparen? |
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Eigenheimbesitzer
können neben technischen Maßnahmen zum Wassersparen, wie z.B.
Reduzierung der Spülmengen bei Toiletten, die Nutzung von Regenwasser als
Alternative zum Trinkwasser in Betracht ziehen, denn für
viele Einsatzbereiche im Haus ist keine
Trinkwasserqualität
erforderlich. Zum
Blumengießen oder für die Toilettenspülung wird ebenso wenig
Trinkwasser benötigt wie bei Reinigungsarbeiten. So wird Wasser gespart u. zugleich verhindert, dass durch die zunehmende Oberflächenversiegelung bei jedem Regenguss riesige Wassermengen durch die Kanalisation abfließen. Die vielen Regenwasserspeicher dienen hierbei als kleine Puffer, die einen Teil der Fluten erst einmal aufnehmen u. so die Kanalisation entlasten. Bei flächendeckendem Bau von Regenwassernutzungsanlagen könnten so die Kosten der Gemeinden für zusätzliche Kanalrohre u. aufwendige Wasserrückhaltebecken reduziert werden. |
Wie viel Wasser lässt sich durch Regenwasser sparen? |
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Der
Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser
lag 1950 in der
Bundesrepublik bei 85 Litern. Er ist vor allem in den
sechziger und siebziger Jahren stark gestiegen und stagniert
seit Mitte der achtziger Jahre. Zur Zeit sind es
145 Liter,
die jeder täglich verbraucht. Nur etwa 2 bis 3 Prozent dieses Wasserverbrauchs werden jedoch tatsächlich zum trinken und für die Nahrungszubereitung verwendet. Der überwiegende Teil des Trinkwassers geht für das Händewaschen sowie für das Duschen und Baden, für die Toilettenspülung und für Reinigungsarbeiten drauf. Auch die
Gartenbewässerung im Sommer verschlingt eine beachtliche
Menge, die jedoch je nach Größe und Bepflanzung stark
variieren kann. Im Schnitt sind es etwa 5 Liter pro Tag und
Person. |
Wasserqualität |
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Die
Qualität des Wassers
aus einer
Regenwassernutzungsanlage hängt von einigen Faktoren ab. Trinkwasser liegt im neutralen Bereich, Regenwasser ist leicht sauer. Aber schon eine Reaktion mit den meist basischen Dachabdeckungen wie Ziegel, Bitumen, Schiefer oder Beton verschiebt sich der pH-Wert des Dachablaufwassers in den neutralen bis leicht säuerlichen Bereich. |
Wasserqualität in Abhängigkeit von der Regenwasserauffangfläche |
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Die Merkmale der Auffangflächen tragen ebenfalls mit zur Wasserqualität bei. Übliche Steildächer bei Einfamilienhäusern bereiten keine Probleme.
Kritischer sind Flachdächer zu beurteilen,
Bei bitumengedeckten Flach- u. Steildächern nimmt das Regenwasser häufig eine Gelbfärbung an, die beim Wäschewaschen zu Verfärbungen führen kann. Für die Toilettenspülung und für die Gartenbewässerung ist das Ablaufwasser jedoch brauchbar. Vor allem bei neugedeckten Dächern aus Metall (Aluminium, Zink, Blei und Kupfer) ist ein erhöhter Metall- und Schwermetallgehalt festzustellen. Hier scheidet die Waschmaschine ebenso wie Gartenbewässerung für die Regenwassernutzung aus. In der Toilette stört der erhöhte Metallgehalt jedoch nicht. Völlig ungeeignet für das Auffangen von Regenwasser sind gepflasterte Höfe und Wege, weil hier noch die Belastung durch den Verkehr (zum Beispiel Reifenabrieb) hinzukommt. Diese Punkte sollten unbedingt bereits bei der Planung beachtet werden!!!
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Wasserqualität in Abhängigkeit von Wasserspeicher und Filter |
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Auch die
Größe und Ausführung des Wasserspeichers hat Auswirkungen auf die
Wasserqualität. Lichteinstrahlung und erhöhte Temperaturen sind
günstige Bedingungen für Keim- und Algenwachstum und die Bildung
unangenehmer Gerüche. Ein zu groß bemessener Wasserspeicher, dessen
Füllmenge kaum umgewälzt wird, kann für die Entwicklung der
Mikrolebewesen förderlich sein und verursacht nebenbei unnötig höhere
Anschaffungskosten. Hier lässt sich jedoch durch Einbringen
geeigneter Füllkörper wie Betonsteine das nutzbare Volumen verringern
und dadurch die Wasserumwälzung vergrößern. |
Bei normaler Belastung der Luft, geeigneten Auffangflächen und einer richtig konstruierten und dimensionierten Regenwassernutzungsanlage sind die Gefahren einer hygienisch bedenklichen Verunreinigung des Regenwassers sehr gering. |
Vorschriften für Regenwassernutzungsanlagen |
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Bei der Errichtung von Regenwassernutzungsanlagen sind eine Reihe von Vorschriften und Genehmigungsverfahren zu beachten. Da die Bauvorschriften Landesgesetze sind und es zusätzlich noch örtliche Besonderheiten gibt, die meist in Form der Wasser- und Abwassersatzungen festgelegt sind, können hier nur allgemeine Aussagen gemacht werden. Bei Neubauten muss im allgemeinen zum Bauantrag ein Grundstücksentwässerungsplan mit eingereicht werden. Dieser wird vom zuständigem Tiefbauamt geprüft. Der
nachträgliche Einbau einer Regenwassernutzungsanlage ist für
Eigenheimbesitzer genehmigungsfrei. Theoretisch müssen sie dem
zuständigen Wasserversorgungsunternehmen gemäß den „Allgemeinen
Bedingungen für die Versorgung mit Wasser" (AVBWasserV) die
Errichtung einer Eigengewinnungsanlage, wie es im Amtsdeutsch heißt,
anzeigen. |
Die AVBWasserV |
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Zur Berechnung der Abwassergebühren gehen immer mehr Gemeinden dazu über, zwischen Wasserspeicher und Pumpe eine Wasseruhr zu setzen. Die finanziellen Einsparungen durch die Regenwasseranlage reduzieren sich entsprechend und die Amortisationszeit verlängert sich. |
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