Technik der Regenwassernutzung |
Filterung |
Schachtsammler |
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Der Schachtsammler besteht aus einem
Kunststofftopf mit ca. 40 cm Durchmesser. Er kann sowohl in das Erdreich,
in einen Vorschacht oder direkt in die Zisterne eingebaut werden. Es sind
zwei Zuläufe vorhanden. Der Überlauf und der Ablauf in den
Regenwasserspeicher liegen nur wenige Zentimeter unter den Zulaufrohren. |
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Wirbelfilter |
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Wirbel- oder Strudelfilter werden im Erdreich
untergebracht. Sie eignen sich für Dachflächen bis 500 m².
Auch
hier kommt ein feinmaschiges Filtersieb zum Einsatz. Das Wasser strömt
aus dem fast waagerecht verlaufenden Zuflussrohr strudelförmig an der
Innenwand entlang und trifft auf den innensitzenden Filtertopf. Steine,
Laub und andere Schmutzpartikel sowie überschüssiges Wasser werden durch
die große Öffnung in der Mitte weggeschwemmt. |
Tankeinlauf und Tanküberlauf: |
Beruhigter Einlauf |
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Trotz Filterung bleibt es nicht aus, dass feine
Schmutzpartikel in den Tank gelangen. Sie sinken mit der Zeit nach unten
und setzen sich am Boden ab. Damit beim nächsten Regen diese
Schmutzteilchen nicht wieder aufgewühlt werden, darf das nachfolgende
Wasser nicht im hohen Bogen in den Tank plätschern, sondern über einen
beruhigten Einlauf in den Tank geleitet werden. |
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Tanküberlauf |
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Auch bei großzügig dimensionierten Tanks wird es immer
wieder einmal passieren, dass bei einem Wolkenbruch mehr Regenwasser
anfällt als in den Speicher passt. Für diesen Fall muss ein
Tanküberlauf vorhanden sein, damit das überschüssige Wasser abgeführt
wird. Am einfachsten ist es, das Überschusswasser direkt in die
Kanalisation zu leiten. Dabei ist die Beachtung der Rückstauebene
besonders wichtig. Sofern keine besondere Festlegung für ihr Grundstück
getroffen wurde, gilt allgemein die Höhe des Straßenschachts als
Rückstauebene. |
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Pumpenanlage |
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Um das in der Zisterne gespeicherte Wasser nutzen zu können, benötigt man eine geeignete Pumpe. Welche Art hängt von der gewünschten Benutzung und den angeschlossenen Verbrauchern ab. |
Nur Gartenbewässerung |
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Hier genügt eine
einfache Gartenpumpe
deren Saugleitung bei Bedarf in den Regenwasserspeicher gehängt wird. Wenn man Gartenregner anschließen will wird eine Tauchdruckpumpe erforderlich. |
(Gartenpumpe) |
Für Waschmaschine, Toilette u. Garten |
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Tauchdruckpumpen können auch Verbraucher im Haus versorgen. Sie werden vor allem dann eingesetzt, wenn keine Pumpengeräusche im Haus zu hören sein sollen. |
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Jetpumpen sind sehr einfach gebaut und selbstansaugend. Das heißt, sie saugen das Wasser aus dem Tank auch dann an, wenn sich Luft in der Saugleitung befindet. Die starke Saugleistung ist notwendig, da diese Pumpen nicht im Tank sondern im Keller eingebaut werden und über eine Saugleitung mit dem Wasserspeicher verbunden sind. Jetpumpen sind sehr robust und preiswert, haben jedoch einen hohen Energieverbrauch und sind außerdem sehr laut. |
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(Hauswerk mit Kreiselpumpe) |
Kreiselpumpen gibt es in normalsaugender und
selbstansaugender Ausführung. Sie verbrauchen 30 Prozent
weniger Energie als vergleichbare Jetpumpen und sind relativ
laufruhig. Die teueren Kreiselpumpen, möglichst in
mehrstufiger Ausführung sind die erste Wahl für eine
Hauswasserversorgung mit Regenwasser.
Hierbei ist die selbstansaugende
Ausführung vorzuziehen. Sie lassen sich einfach in
Betrieb nehmen und sind wenig störanfällig gegen Luft in der
Saugleitung. |
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Wichtig ist bei allen Pumpenarten, für einen Trockenlaufschutz zu sorgen, denn längere Trockenlaufphasen haben einen hohen Verschleiß der Pumpe zu Folge. Der einfachste Trockenlaufschutz ist ein Schwimmerschalter an der Saugleitung, der die Pumpe abschaltet, wenn der Wasserspiegel auf wenige Zentimeter über die Saugöffnung abgesunken ist. |
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Ermittlung der Fördermenge |
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Die gewünschte Fördermenge ist abhängig von den angeschlossenen Verbrauchern: |
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Je WC-Spülkasten ohne Druckspüler: |
10 Liter/Minute |
Ermittlung des erforderlichen Wasserdrucks |
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Erforderlicher Wasserdruck, den die Pumpe liefern muss: |
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(Der übliche Druck in der Hauswasserleitung beträgt 4,0 bar) |
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= Summe der Reibungsverluste + 4,0 bar |
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Reibungsverluste in den Leitungen: |
Je 1 m senkrechte Saug- u. Druckhöhe: 0,1 bar |
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Je 1 m waagerechte Saug- u. Druckleitung: 0,1 bar |
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Pumpensteuerung |
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Damit die Pumpe nicht dauernd in Betrieb ist
oder jeweils manuell ein- und ausgeschaltet werden muss, sorgt ein
elektromechanischer oder elektronischer Druckschalter für die
Pumpensteuerung. Bei einem Druckabfall in der Regenwasserleitung infolge
Wasserabnahme schaltet die Pumpe ein. Ist der eingestellte Maximaldruck
wieder erreicht, schaltet die Pumpe aus. So steht an den Verbrauchern
immer genügend Wasserdruck zur Verfügung. |
Ansauggarnitur |
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Für den Anschluss der Pumpe im Regenwasserspeicher benötigt man, wenn es sich nicht um eine Tauchpumpe oder eine Tauchdruckpumpe handelt, einen vakuumfesten Saugschlauch. Außerdem sollte ein Saugkorb aus feinem Draht verhindern, das Schmutz in die Ansaugöffnung eindringen und sich festsetzen kann. In der Regel wird der Saugschlauch so im Tank
angebracht, dass die Ansaugöffnung etwa 10 cm über dem Boden hängt, um
möglichst wenig Schmutz anzusaugen. |
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Die beste Wasserqualität ist jedoch knapp unter der Wasseroberfläche zu finden. Mit einem Schwimmfilter lässt sich das Wasser auch im oberen Bereich absaugen. Eine luftgefilterte Schwimmkugel hält den Filter mit der Ansaugöffnung immer wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche. |
Hausinstallation |
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Für die Versorgung der Verbraucher im Haus
müssen vom Trinkwassernetz getrennte Wasserleitungen verwendet
werden. Dieses lässt sich natürlich am einfachsten beim Neubau
realisieren. Doch auch nachträglich können Regenwasserleitungen verlegt
werden. Da der Einbau unter Putz relativ aufwendig ist und auch viel
Schmutz verursacht, bietet sich die Vorwandinstallation an. Da es sich in
der Regel nur um eine einzelne Regenwasserleitung handelt, reicht häufig
auch schon eine vergrößerte Sockel- oder Eckleiste, um das Rohr zu
verdecken. |
Feinfilter |
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Bei guter Vorfilterung des zulaufenden Regenwassers wird in den Versorgungsleitungen im Haus oft kein weiterer Filter benötigt. Das Wasser ist so sauber, dass es ohne weiteres für Reinigungsarbeiten und die Toilettenspülung genutzt werden kann. |
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Nur wenn das Wasser auch in der Waschmaschine verwendet werden soll, empfiehlt sich der Einbau eines Feinfilters. Zweckmäßig sind Rückspülfilter, bei denen der Schmutz durch Aufdrehen eines Ablaufs weggespült wird. Eine Entleerung der Leitung ist hierfür nicht erforderlich. |
Frischwassernachspeisung |
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Da in unseren Breiten längere Trockenperioden auftreten können, ist es möglich, dass dann der gespeicherte Regenwasservorrat nicht ausreicht. Um die an die Regenwassernutzungsanlage angeschlossenen Verbraucher weiterhin mit Wasser zu versorgen, muss bei leerem Tank Trinkwasser nachgespeist werden. In der Regel erfolgt die Frischwassernachspeisung zentral mit automatischer Steuerung für die gesamte Anlage. Dafür kommt ein Messfühler in den Tank, der bei Unterschreiten des Mindestwasserstands ein Signal an die Steuereinheit gibt, welche ihrerseits ein elektromagnetisches Zulaufventil öffnet. Als Messfühler
kommt ein einfacher Schwimmerschalter oder eine Messleitung mit
Füllstandsanzeige in Betracht. In der Regel werden elektronische
Füllstandsanzeiger verwendet, die über eine manuell abrufbare
Leuchtdiodenanzeige den Wasserstand im Tank (in Zentimeter, Prozent oder
Liter) ausweisen u. gleichzeitig das Ventil für die
Frischwassernachspeisung steuern. Zusätzlich dient diese Steuerung als
Trockenlaufschutz für die Pumpe. |
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Frischwassernachspeisung |
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Elektronischer Füllstandsanzeiger mit gleichzeitiger Steuerung der Frischwassernachspeisung |
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